ThinPrep

Die Treffsicherheit der konventionellen gynäkologischen Zytologie liegt bei 80%. Falsch negative zytologische Befunde sind überwiegend auf unzulängliches Untersuchungsmaterial zurückzuführen. Der für die Diagnostik relevante Bereich wird beim Abstrich nicht erreicht und/oder die entnommenen Zellen gelangen unzureichend auf den Objektträger. Insbesondere beim Watteträger gehen 80% des Untersuchungsmaterial für die Diagnostik verloren. Bei etwa einem Drittel der falsch negativen Befunde liegt die Ursache im Labor. Die Diagnostik erschwerende Zellüberlagerungen und Begleitfaktoren (Blut, Schleim, Detritus) sind hier von Bedeutung.

 

Das ThinPrep(Dünnschicht)-Verfahren, das derzeit noch keine Kassenleistung ist, verbessert die Diagnostik an verschiedenen Punkten: Das mit CervexBrush® ("Besen") entnommene Material wird fast zu 100% in einer Flüssigkeit ausgespült und sofort konserviert. Die Zellen werden randomisiert und nach Filtration in einer dünnen Schicht auf den Objektträger gebracht; die Beurteilung erschwerende Begleitfaktoren werden weitgehend beseitigt. Dadurch wird

 

  • vermehrt aussagekräftiges Abstrichmaterial gewonnen. Die Anzahl nicht oder eingeschränkt beurteilbarer Zellbilder sinkt.
  • die Sensitivität erhöht. Dysplasien, Carcinomata in situ und Karzinome werden zytodiagnostisch besser erkannt.
  • die Anzahl unklarer/zweifelhafter Befunde gesenkt.

 

Die Untersuchungsmethode wird durch die PKV anerkannt, nicht hingegen durch die GKV. Als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) für GKV-Versicherte betragen die Kosten für Probennahme, ärztliche Beratung, Material und Laborleistung insgesamt 50 Euro.

 


Akkreditierung